Neuigkeiten

Informationen zu den aktuellen Kursen finden Sie unter Aktuelles.

Pulsatilla | Homöopathie Akademie Alraune | Homoeopathie-Akademie.de Swan | Homöopthie Ausbildung

 

  • Buch Tip!

Ab heute 28.4.17 ist nach langem gespanntem Warten endlich das monumentale Werk von Michal Yakir im Narayana Verlag erschienen: "Wondrous Order. Systematic table Of Homeopathic Plant Remedies". Auf 842 bebilderten Seiten beschreibt Michal die homöopathischen Mittel der Blütenpflanzen nach der botanischen Ordnung von Crohnquist. Sehr schönes Nachschlagewerk! Auch für alle Mahesh Gandhi Fans ein must-have, dessen Buch auch bald erscheint.

  • Buch Tip:

Dion Tabrett: "Burnett wiederentdeckt". Ein Schatz an praktischem Wissen für die etwas fortgeschritteneren Kollegen, oder Absolventen unseres Kompaktkurses. Absolut empfehlenswert und kurzweilig!!! Das Buch ist auch schon auf Deutsch übersetzt - und zwar sehr gut!

  •  Miasmen

Roger Morrison und Nancy Herrick haben ein Buch zu den 10 Miasmen Rajans herausgegeben: "Miasms of the new Millenium". Gewohnt hohe Qualität von Roger!

  • Kompaktkurs:

Ab Mai 2016 bieten wir unseren neuen Kompaktkurs an, für diejenigen die schon einen frühen Praxisstart planen oder aus anderen Gründen kein 3 Jähriges Studium absolvieren können! Der Kurs wird ein Jahr dauern, außer in den Schulferien, jeden Freitag Vormittag stattfinden, so daß er auch elternfreundlich ist. Melden Sie sich an!

  • Potenzwahl:

Es hat sich bewährt ein Mittel nicht zu schnell zu wechseln, falls es nicht gleich wirkt oder zu wirken scheint, vor allem bei chronischen Fällen.

Wichtig ist hier vor allem die Wahl der Potenzart: C, D, LM, Q,

die Höhe der Potenz: C 6, 12, 18, 24, 30, 60, 200; Q 1, 2, 3, 6 etc.,

und die Frequenz der der Wiederholung: täglich, wöchtentlich, 14täglich, monatlich etc.

Die D Potenzen sind, ausser bei Laien, aus der Mode gekommen.

Die C Potenzen können in ihrer Wirkung recht heftig sein. Das Ziel ist jedoch der Lebenskraft/Gesundheit/Immunsystem den richtigen Impuls in der richtigen Stärke zu geben, nicht zu schwach, nicht zu stark, aber so seicht wie möglich.

Deshalb ist es oft geraten beim Mittel zu bleiben und die Dosis zu erhöhen. z.B. C 200 statt C 30, oder bei einer Q Potenz die Vorratsflasche öfter zu verschütteln.

Leider sind die Q Potenzen nie richtig in Mode gekommen, weil sie aufwendiger sind, und bei den C Potenzen sind viele nützliche Potenzen aus der Mode gekommen. Sehr wenige Therapeuten benutzen noch C 6, 7 oder 12. Fast niemand benutzt noch C 18 oder C 24 oder C 60. Das ist sehr schade, da man sich hiermit einer weiteren Möglichkeit des Finetuning beraubt. Andereseits kann man ja auch nicht alle Potenzen vorrätig in der Praxis haben.

Bei den C Potenzen kommt noch die Wahl in Frage, ob man sie gemäß der 4ten oder 5ten Auflage des Organon verabreicht.

 

  •  Vithoulkas Ebenenmodell:

George Vithoulkas wird zu Recht als der Vater der zeitgenössischen Homöopathie bezeichnet. Er hat in Indien Homöopathie studiert und diese Heilkunst in Europa und Amerika wiederbelebt. Zusätzlich hat er ein Erklärungsmodell hinzugefügt: das der Ebenen. Es stellt sich jedem Homöopathen irgendwann einmal die Frage, weshalb manche Patienten leichter zu behandeln sind als andere. Vithoulkas's Erklärung ist die, daß eine Störung der Gesundheit auf verschiedenen Ebenen stattfinden kann, und zwar sowohl verschieden tief als auch tatsächlich auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Um die Sache übersichtlich zu halten, geht er von 12 Ebenen aus. Je weiter oben, desto besser die Prognose. Es gibt bestimmte Hinweise auf welcher Ebene sich die Beschwerden abspielen. Mit Hilfe dieses Modells kann man sowohl die Komplexizität der Störung, als auch den Behandlungsverlauf und die Prognose abschätzen. Wenn es sich um eine sehr tiefe Ebene handelt, hilft einem das Modell Heilungshindernisse aufzuspüren, die die Behandlung unnötig erschweren.

  • Integration - Warum die Synergiemethode? - Bzw. warum reicht oft Kent nicht aus?

Jeder Homöopath kennt das scheinbare "Problem" der letzten Entscheidung. Es ist leicht 3 gut passende Mittel zu repertrorisieren, aber welches davon soll ich jetzt geben? Oder auch, man gibt ein passendes Mittel und nur wenig passiert - weshalb?

Zum Beispiel, eine Patientin stellt sich mit folgenden Hauptsymptome vor: Beschwerden durch Kummer und Sorgen, weinerlich, gelb färbende Leukorrhö, Verschlimmerung durch Sonne, Verschlimmerung durch Wärme, Verschlimmerung durch fettiges Essen. Wenn man das repertorisiert kommt man auf mehrere Mittel, z.B. Pulsatilla, Nux Vomica, Acidum Nitricum, Ignatia und Calcarea carbonica. So - und welches wird nun gegeben? Wenn man Mittel als Inseln sieht, wird es schwierig. Denn selbst wenn man nur Arzneien benutzt die auch schon Kent in sein Repertorium eingearbeitet hat ist man bei etwa 800. Wer kennt 800 oder mehr Mittel in und auswendig?

Nach der Synergie Methode sieht man Mittel in Gruppen, die bestimmte Merkmale und Wesenszüge teilen. Eine Unterscheidung der obenstehenden 5 Mittel nach Empfindungen und Verwandtschaftsgruppen wäre einfach. Nur Ignatia und Nux Vomica sind hier in der selben Gruppe,  sind jedoch unterschiedlichen Miasmen zugeordnet, und dadurch auch wieder gut zu differenzieren.

Die Erfahrung zeicht, daß eine Kombination aus Repertorium, Empfindungsmethode und Genius (Wesen der Arznei) schneller und leichter zum Ziel führt.

  • Welches Repertorium?

Welches Repertorium soll ich benutzen? Ohne diese nützlichen Nachschlagewerke geht es nunmal nicht, aber welches? Kent, Böricke, Synthesis, Complete, Universale, Boger/Bönninghausen, Murphy, Phatak, Barthel/Klunker, MacRepertory, Radar? Alle haben ihre Stärken und Schwächen. Für den Anfänger lohnt sich eine einfache (nicht-synthetische Version) wie Kent oder Phatak. Computerprogramme ersparen keine Arbeit sondern erleichtern lediglich das korrelieren der Rubriken oder Forschung. Wichtig bleibt die wichtigen Symptome des Patienten herauszuhören und in Repertoriensprache übersetzen zu können. Lernen Sie hier Anamneseführung und den leichten Umgang mit allen gängigen Repertorien.

  • Neu - Der Einsteigerkurs:

Das große Problem unserer Zeit ist: Zeit. Keiner hat sie mehr. Es wäre schön wenn wir Zeit hätten lange intensive Ausbildungen zu machen. Auf Grund der hohen Nachfrage nach einer reduzierteren Form der Ausbildung, haben wir uns verschiedene Alternativen für unsere Studenten ausgedacht. Das neue Programm ist ein Schnelldurchlauf durch die Homöopathie Hahnemanns, Kents, Bönninghausens, Sankarans, Scholtens, Vithoulkas und Gandhis. Auch hier liegt wieder der Schwerpunkt klar auf der Praxis. Nach den 9 Wochenenden (Fr-So), beziehungsweise nach einem Jahr, können Sie in Ihre Praxis starten und wenn Sie möchten parallel Aufbau- und Fortgeschrittenen Kurse belegen.

 

  • Induktion & Deduktion:

Die Homöopathie steht öfters in der Kritik nicht wissenschaftlich zu sein. Diese Behauptung zeigt die Unkenntnis gegenüber der Wissenschaftstheorie, d.h. der Wissenschaft der Wissenschaft. Oft wissen Kritiker gar nicht was "wissenschaftlich" eigentlich bedeutet.

Wissenschaftlich bedeutet: Aussagen, Theorien und Verfahrensweisen die begründet, gesichert, geordnet und logisch nachvollziehbar und praktisch reproduzierbar sind.

Wissenschaftlich bedeutet nicht: nur was sichtbar oder maschinell nachweisbar ist

Naturwissenschaften sind nicht die einzigen Wissenschaften. Es gibt noch die Mathematik und die Geisteswissenschaften.

Wichtig ist der Unterschied zwischen Glaube und Wissen. Wissenschaften sind begründbar und testbar und verlangen keinen Glauben. Glaube schenkt man, es ist ein Vertrauen aus einer Empfindung der Ehrfurcht und ein Begehren oder Loben der Übersinnlichen.

Um diesen Unterschied zu erfassen gibt es 2 Instrumente: Logik und Experimente.

Zum Beispiel kann man einen großen und einen kleinen Stein von einem Turm fallen lassen, und damit die Schwerkraft experimentell beweisen. Dieser Versuch ist reproduzierbar. Das heisst, jeder kann ihn jederzeit mit dem selben Ergebnis wiederholen.

In der Logik gibt es zwei Hauptmethoden: Die Induktion und die Deduktion.

Deduktion beruht auf Axiomen. Zum Beispiel: (a+b)c=ac + bc. Es ist also das gleiche ob man (1+2)x3= 9 rechnet, oder 1x3 + 2x3= 9. Das ist ein Axiom, ein Grundsatz der dem Rest der Mathematik und Physik zu Grunde liegt. Solche Grundsätze werden nicht jedesmal wieder angezweifelt. Es sei denn man kann ihre Flaschheit beweisen. Von diesen Axiomen kann man dann Schlussfolgerungen ableiten. In der Philosophie wurde Rene Descartes dadurch berühmt diese Methode im Denken anzuwenden, nicht nur im Rechnen. Alle Denker nach ihm wurden davon beeinflußt. Man kann also auf Grund der Axiome bestimmte Sachverhalte voraussagen. Z.B. kann ich sagen, dass alle Objekte gleichschnell fallen (zumindest im Vakuum), ohne das jedesmal nachprüfen zu müssen. Diese Aussage gilt solange als richtig bis sie durch eine Berechnung oder einen Versuch wiederlegt wurde.

Andere Beispiele der Deduktion: "Die Winkelsumme in einem Dreieck ist immer 180 Grad". "0 ist eine natürliche Zahl".

Induktion beruht auf einer Sammlung einzelner Erfahrungen. Es ist die Erfahrungsmethode und benötigt Experimente. Ein Kind verbrennt sich 10 mal am Herd die Finger und schließt induktiv daraus, dass große Hitze Schmerzen verursacht, und es sich nicht lohnt es immer wieder auszuprobieren. Es verallgemeinert einzelne Erfahrungen und hat damit Recht. Ein Mathematikschüler zeichnet 30 verschiédene Dreiecke auf ein großes Blatt Papier, nimmt sein Geodreieck und misst die Winkelsummen nach. Es sind immer 180 Grad. Also kann er sich auf das Axiom verlassen.

Beide Systeme haben Schwächen. Mit der Deduktion kann man ein falsches System erdenken, wie z.B. dass sich die Sonne um die Erde dreht. Bis jemand der noch schlauer ist das wiederlegt. Mit der Induktion kann man eine unrechtmäßige Verallgemeinerung treffen. Bis jemand bei dem gleichen Versuch ein anderes Ergebnis vorweisen kann.

Jede heutige Wissenschaft benutzt beide Methoden. Sie ergänzen sich.

Die Homöopathie beruht auf Axiomen, die im Organon der Heilkunst dargelegt sind. Genauso wie viele mathematische Axiome in Euklids Schriften stehen. Gleichzeitig kann man die Induktion benutzen um diese Lehrsätze zu überprüfen, und wird zu dem Schluss kommen, dass sie wahr sind. Man muss diesen Lehrsätzen keinen Glauben schenken, sondern sie sind jederzeit von jedem reproduzierbar. Dies ist deshalb der Fall, da Hahnemann Jahrzehnte lang experimentiert und beobachtet hat bevor er diese Aussagen aufgestellt hat.

Zum Beispiel schreibt Hahnemann dass im Körper eine Lebenskraft (= Immunsystem) wirkt, die den Körper am Leben und dabei möglichst gesund erhält. Eine Krankheit ensteht wenn das immunsystem zu sehr gestört wird und dadurch abweicht. Es gibt 2 Arten von Krankheiten. Akute und chronische. Chronische Krankheiten lassen sich in drei Arten unterscheiden: Eine Störung der a) Regulation, b) der Wachstumsprozesse und c) der Abbauprozesse. Eine chronische Krankheit (z.b. Tuberkulose) lässt sich nicht wie eine akute (z.b. eine Erkältung) behandeln. Man muss dem Körper helfen den gestörten Mechanismus wieder zu regulieren. Ein Medikament oder eine Therapie, die sich nicht den Ursachen einer Krankheit zuwendet, hat bestenfalls eine unterdrückende Wirkung und verschiebt damit das Problem örtlich oder zeitlich. Arzneimittel die dem Körper helfen C wieder zu regulieren müssen die Egenschaften x, y, z haben.

Dies sind eine Reihe von Axiomen auf denen die Homöopathie beruht. Sie sind deduktiv logisch und schlüssig und lassen sich induktiv jederzeit nachprüfen, und daher wissenschaftlich. Allerdings ist eine Überprüfung nur mit hohem Zeitaufwand möglich. Der Homöopath beobachtet diese Lehrsätze live in action jeden Tag, und kann sie über Jahre und Jahrzehnte hinweg immer wieder verfizieren. Heute entdeckt man in der Präventivmedizin alle die Prinzipien wieder neu.

 

  • Komplexität

Heute mehr denn je, braucht man gute Homöopathen, die die Komplexität der chronischen Krankheiten und der Gesundheit verstehen. Es gibt heute kaum mehr wirklich akute Krankheiten. Die Vielschichtigkeit der heutigen Beschwerden kann man jedoch sehr gut mit der Homöopathie erklären, denn sie gehört zu ihren Grundsteinen. Schon vor 200 Jahren, war klar, dass viele Krankheiten offenbar komplexer und tiefer sind als sie denn Anschein haben. Kein Arzneimittel hilft immer. Selbst ein Antibiotikum garantiert nicht die Zerstörung aller schädlicher Bakterien. Es ist klar nachzuvollziehen weshalb Antibiotika manchmal nicht wirken, sie decken den betroffenen Bakterienstamm nicht ab oder man ist schon resistent. Wenn ein gut ausgesuchtes homöopathisches Mittel nicht wirkt, liegt es daran, dass man die Komplexität des Falles falsch eingeschätzt hat und man muss weiter suchen. Dies wird von Kritikern oft so hingestellt, als sei die Homöopathie nicht zuverlässig. Man kann nicht 100 Leuten mit Erkältung Aconit geben, und alle gesunden plötzlich. So funktioniert es nicht. Nur wer den Patienten in der Tiefe versteht, kann das richtige Mittel in der richtigen Gabe verabreichen und echte Gesundheit wieder herstellen, ohne ein paar Wochen später einen Rückfall in Kauf nehmen zu müssen. Heute sind auf Grund vieler Umstände die Leiden der Menschen noch komplizierter als vor 200 Jahren. Das macht die Homöopathie interessanter und wichtiger denn je.

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    Darmnosoden und Miasmen]

In der Homöopathie gibt es sogenannte Nosoden als Heilmittel. Diese beseitigen miasmatische Störungen der Gesundheit. Miasmen sind, in heutiger Sprache, vererbte Schwächen, oder eben Störungen, des eigenen Immunsystems. Zusätzlich zu den großen bekannten Nosoden wie Psorinum oder Medorrhinum, die auf das psorische und das sykotische Miasma abziehlen, also auf die Fähigkeiten des Körpers sich selbst zu regulieren und zu wachsen/sich zu erneuern, gibt es noch viele eher seltene Nosoden, die aber auch sehr wirksam sind. Zum Beispiel Streptococcinum und die Darmnosoden von Bach und Wheeler. Bach, der auch der Erfinder der Bachblüten war, hat herausgefunden, dass sich bestimmte Bakterien im Darm chronisch kranker Menschen unverhältnismässig stark vermehren. Diese Bakterien sind nicht hilfreiche Symbionten wie die Lactobazillen des Joghurts, sondern scheiden Gifte aus, die den ganzen Körper beeinträchtigen können. So kann es durch solche Verdauungsstörungen zu Migräne, Asthma, Hautausschlägen, Reizbarkeit, Erschöpfung, Arthrose, Heuschnupfen, Ischialgie und vielen anderen Beschwerden kommen. Wenn das angezeigte Mittel wie zb Graphit, Arsen, Pulsatilla, Sulphur etc. nicht wirkt, ist oft eine Darmnosode angezeigt wie zum Beispiel Morgan Pure oder Gärtner. Diese stellt das zu Grunde liegende Darmflora-Gleichgewicht wieder her. Wie man solche leider eher wenig bekannten Geiheimtipps effektiv und leicht einsetzt lernen Sie hier.

  • Das Wesen der Homöopathie

Der große Arzt und Philosoph James Tyler Kent hat geschrieben, daß ein erfolgreicher Homöopath sowohl die Wissenschaft der Homöopathie als auch die Kunst der Homöopathie verstehen muss. Die Wissenschaft oder Philosophie der Homöopathie beschreibt wie der Mensch funktioniert, was krank und gesund ist, und was Heilung bedeutet. Die Kunst ist die Anwendung dieses Systems in der Praxis, also wie man eine Anamnese führt und das richtige Mittel findet.

Das Wesen der Homöopathie liegt in ihrer Philosophie. Wenn ein Mensch zu uns kommt und sagt er ist oder fühlt sich krank, ist das schon Grund genug ihn zu behandeln. Wir brauchen für seine Symptome keine Namen oder Bilder, da die Symptome nicht die Krankheit sind, sondern die Folge einer Krankheit. Und wir behandeln daher auch keine Symptome, wir behandeln nicht einmal die Krankheit des Patienten. Sondern die Gesundheit des Patienten. Darin liegt das Wesen und die Stärke der Homöopathie. Und darin liegt auch der ewige Streit zwischen der modernen Naturwissenschaft und der homöopathischen Wissenschaft. Die Homöopathie geht davon aus, dass es eine aktive dynamische Gesundheit gibt, die in jedem Menschen nach gewissen Gesetzmäßigkeiten wirkt. Die Naturwissenschaft sieht den Menschen als ein Gebäude, das langsam, bis zum Tode, zerfällt. Eine kaputte Mauer wird repariert sobald der Schaden sichtbar ist. Für die Homöopathie ist der Mensch ein Lebewesen mit einer Lebenskraft, und diese, Mensch und Lebenskraft, behandeln wir.

Das, und noch viel mehr, ist es auch was Hahnemann mit seinem ersten Paragraphen des Organons der Heilkunst aussagt: "Des Arztes höchster und einziger Beruf ist, kranke Menschen gesund zu machen, was man Heilen nennt."

 

 

  • Whatever happened to the Q Potencies?

Homöopathische Mittel kann man in verschiedenen Potenzen kaufen. D Potenzen, z.B. D6, C Potenzen, z.B. C 30 oder C 1000, LM Potenzen, z.B. LM 20, oder Q Potenzen, z.B. Q 3.

Nicht nur variiert die Stärke des Mittels mit der Anzahl der Verreibungen bzw. Verschüttelungen, je höher desto stärker, sondern es ist auch wichtig welche Art der Potenz man wählt.

Hahnemann hat sich Zeit seines Lebens damit beschäftigt, wie man die Nebenwirkungen von Arzneimitteln minimieren oder sogar ganz ausschalten kann. Ende des 17ten Jahrhundert ist er dadurch auf die homöopathische Methode gekommen, und gegen Ende seines Lebens auf die Q Potenzen und deren Gabe in Wasser.

Dennoch praktizieren die meisten Homöopathen heute in Deutschland mit C oder D Potenzen, was zum Teil daher rührt, dass der einflußreichste Homöopath der Geschichte, J.T. Kent, die letzte Auflage von Hahnemanns Schriften leider nicht kannte.

Was die Vor- und Nachteile der verschiedenen Potenzen und Potenzarten sind, wann man was gibt, wie oft, und warum Hahnenann die Q Potenzen einführte, erfahren sie an dieser Schule.

 

  • Singschwan: Homöopathisches Mittel Cygnus Cygnus

Der Schwan gehört zu den Entenvögeln (Anatidae). Dieses neue Mittel (geprüft von Jeremy Sherr) ist ein relativ neues Mittel und hat wie alle Vögelmittel das Grundthema Freiheit & Restriktion. Typisch für den Schwan ist seine ausgeprägte Trauer und Traurigkeit, und seine Gedanken um den Tod. In seiner Trauer (z.B. um verstorbene Verwandte) ist es den Mitteln Ignatia und Natrum Muriaticum ähnlich.

             

● Alraune: Homöopathisches Mittel Mandragora

Die sagenumwobene Alraune ist auch in der Homöopathie ein Mittel das immer mehr Beachtung findet: Mandragora. Sie gehört zu den Nachtschattengewächsen (Solanaceaen), genauso wie Stramonium (Stechapfel), Belladonna (Tollkirsche), Hyoscyamus (Bilsenkraut) und Tabacum (Tabak). Themen und Leitsymptome dieses Mittels sind: Gewalt, Stimmungswechsel, Schwindel, Sich-im-Stich-gelassen-Fühlen, sich-verfolgt-Fühlen, Kälteempfindlichkeit, rechts-seitige Symtome, brennende Schmerzen.

Generelle Nachtschattengewächs-Themen sind: Gewalt, Terror, Tod, explosive oder spasmische Schmerzen, Ersticken, Licht-Dunkelheit, Stupor, Panik, Wut, Flucht.

 

● Kuhschelle: Homöopathisches Mittel Pulsatilla

Pulsatilla pratensis ist eines der größten Polychreste der Homöopathie. Sie gehört zu den Hahnenfußgewächsen (Ranunculaceaen), genauso wie ihre berühmten Schwestern Staphysagria und Aconitum. Das Mittel ist vor allem für seine Emotionalität, Anhänglichkeit und wechselnde Symptomatik bekannt. Cathrin Coulter schreibt: "Pulsatilla wurde durch ihr fluktuieren treffend als Wetterhahn der Arzneimittel bezeichnet, sie ist sehr leicht umgestimmt und wechselhaft, manchmal launenhaft oder gar unberechenbar. Passiv einen Moment, lebendig den nächsten, wohlauf eine Stunde, elend die nächste, ist sie leicht zum Lachen gerbacht oder zu Tränen gerührt." Die Kuhschelle blüht im Frühling als eine der ersten Blumen. Sowohl Pflanze als auch Patienten mögen kühle frische Luft. Im Zimmer fühlt sie sich nicht wohl. Im Mai wird es schon zu warm und die letzten Blüten verblühen und werden zu kleinen Sonnen an dünnen Stengeln, die der Wind mal hier und mal dorthin schwanken läßt.

 

● Nachruf: Cathrin Coulter

Eine der berühmtesten Homöopathinnen des 20ten Jahrhunderts, die Amerikanerin Cathrin Coulter ist am 24.2.2014 im Alter von 80 Jahren verstorben. Wir haben viel von Ihr gelernt. Herzlichen Dank!

Allen Homöopathie-Studierenden seien ihre Portraits homöopathischer Arzneimittel wärmstens empfohlen, die auch in unserer Homöopathie Schule Anwendung finden.

 

● Meeting Point Pinnacle Kongress London:

Meeting Point

Homöopathen aus der ganzen Welt kommen zusammen um ihre Erfahrungen auszutauschen und um voneinander zu lernen.

6.-8.6.2014